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Kinder auf dem Balkon: Hier droht Absturz-Gefahr!

Kind-auf-BalkonViele Genossenschaftswohnungen haben Balkone - und es werden immer mehr. Schließlich ist „Balkonien“ für viele Menschen ein Stück Lebensqualität.
 
Doch zugleich ist der Balkon eine große Gefahrenquelle, besonders für kleine Kinder, die schon krabbeln können. Bis zu drei, vier Jahren haben sie noch kein Bewusstsein von den drohenden Gefahren, können oft aber hervorragend klettern. Da sind die Kleinen dann schnell auf Stuhl, Tisch oder Bierkiste geklettert und damit in der Gefahr, vom Balkon zu fallen. Das kann schon von einem Erdgeschoss-Balkon tödlich sein!
 
Da Kinder im Verhältnis kleine Körper und schwere Köpfe haben, können sie buchstäblich Übergewicht bekommen und kopfüber in die Tiefe fallen. Eine Vorsichtsmaßnahme können schwere Möbel sein, die nicht an der Balkonbrüstung stehen und die kleine Kinder nicht verschieben können. Unerlässlich ist jedoch, dass man Kinder auf dem Balkon niemals aus den Augen lässt. Und alleine haben sie erst recht nichts auf dem Balkon zu suchen!

Hygiene-Lüften? Was meinen Sie denn damit?

lueften„Hygienelüften“ – das ist ein relativ neuer Begriff in der Wohnungswirtschaft. Und der Grund dafür ist ja auch noch nicht so alt.

„Stoßlüften“, darüber haben wir im Mitgliedermagazin „gut & sicher wohnen“ oft genug berichtet. Stoßlüften ist während der Heiz-Zeit wichtig, um Schimmel in der Wohnung zu verhindern und Energie zu sparen. Doch hat das Lüften ganzjährig auch noch eine andere Funktion. Und damit kommt das Hygienelüften ins Spiel.

Wir haben nämlich heute Schadstoffe in der Raumluft unserer Wohnungen an die vor einigen Jahrzehnten noch niemand gedacht hat.

Doch die flüchtigen chemischen Verbindungen, die man heutzutage in Lösemitteln, Farben, Klebern, Reinigungsmitteln, Möbeln, Teppichen oder als Ausdünstungen vom PC oder Fernseher findet, belasten heutzutage die Raumluft nicht unerheblich.

Hinzu kommt, dass viele Menschen kaum noch an der frischen Luft sind, sondern sich den größten Teil des Tages und der Nacht in der Wohnung aufhalten. Wenn Sie nun mindestens morgens und abends für zehn Minuten stoßlüften, also die Fenster weit öffnen und Durchzug machen, dann transportiert das diese Schadstoffe zu einem großen Teil aus der Wohnung.

Die „gut & sicher wohnen“-Genossenschaften haben noch einen weiteren Tipp parat: Achten Sie schon beim Kauf von Möbeln, Teppichen, Farben oder Tapeten darauf, dass diese Dinge schadstoffarm sind. 

Einen guten Hinweis gibt hier der „Blaue Engel“, der u.a. vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit herausgegeben wird.

Wenn gefährliche Hindernisse der Lebensrettung im Wege stehen

gemag28  Feuerwehr GE  800pxEin nasser Regenschirm steht aufgespannt zum Trocknen vor der Wohnungstüre, die verdreckten Joggingschuhe vom letzten Waldlauf liegen auf der Fußmatte, der Müllbeutel lagert auch schon einmal vor der Wohnung, damit er beim nächsten Gang nach draußen nicht vergessen wird.

Klingt praktisch, ist aber gefährlich und aus Sicherheitsgründen nicht erwünscht. „Ich kann solche Ideen gut verstehen, aber es ist einfach nicht zu verantworten“, erklärt Michael Axinger, Feuerwehrchef von Gelsenkirchen. Der Grund für seine klaren Worte: „Flure sind Fluchtwege für Mieter und Retter, wie Feuerwehrmänner oder den Rettungsdienst.“ Und die müssen zu jeder Zeit frei von jeglichen Gegenständen sein.

Unbewusste Stolperfallen

Mieter lagern häufig alles mögliche und oft auch Brennbare vor den Wohnungstüren, auf den Speichern und im Keller. Ob Schuhschränkchen, Blumenbank, Pflanzentopf, Kinderwagen oder Inline-Skates: Das alles wird bei einem Brand oder wenn eine Person mit Trage schnell ins Krankenhaus muss, zu einer Gefahr für Mieter und Retter.

Selbst Bilder an der Wand im Treppenhaus könnten zu gefährlichen Stolperfallen werden, wenn sie im verqualmten Treppenhaus herunter fallen und man dann darüber stürze, so die einhellige Erfahrung vieler Feuerwehrmänner. Man will den Hausflur eben hübsch gestalten und gefährdet damit aber leider sich und andere. „Wenn jede Mietpartei etwas vor die Wohnungstüre stellt, kann das schnell ausufern. In einem Ernstfall sind Sekunden entscheidend, solche Gegenstände hindern uns dann am schnellen Eingriff oder geraten sofort in Brand“, warnt der leitende Branddirektor ausdrücklich.

Sekunden sind entscheidend

Neben dem Treppenhausflur seien auch die öffentlich zugänglichen Kellerbereiche und der Eingang enorme Gefahrenpunkte. Kinderwagen oder Rollatoren, welche regelmäßig unter den Treppen stehen, könnten ebenso zum Hindernis werden. „Es ist natürlich praktisch und manchmal weiß man sich nicht zu helfen. Wohin mit dem Rollator oder Kinderwagen?

Trotzdem: „Die Sicherheit geht vor und für uns geht wertvolle, lebensrettende Zeit dabei drauf, alles beiseite zu räumen. Darauf weisen wir immer wieder ausdrücklich hin“, so Axinger.

Wer keine Lösung sehe, sei gut beraten, bei den Mitarbeitern der Genossenschaft zu fragen.

Ein dritter Knackpunkt ist eine unsachgemäße Lagerung von Sperrmüll jeglicher Art vor dem Gebäude. Regelmäßig komme es vor, dass Unbekannte die Gegenstände anzünden und ruckzuck entfalte sich ein Brand. Besonders dann, wenn der Sperrmüll schon am Abend vor der Abfuhr herausgestellt wurde.

Und wenn es im Hausflur brennt?

„Wenn der Weg nach draußen versperrt ist, sollte man umgehend die Wohnungstüre schließen und sich zum Fenster oder Balkon begeben. Wir sind in der Regel binnen Minuten vor Ort und können die Mieter über Drehleitern retten“, sagt Michael Axinger. Grundsätzlich gilt: Einen Brand sofort über die Telefonnummer 112 melden.

Und was sollte man innerhalb der Wohnungen vermeiden? „Offenes Feuer wie Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen. Niemals im Bett vor dem Einschlafen rauchen. Keine glühende Asche im Hausmüll entsorgen. Keine Lichterketten zur Dekoration ohne CE-Zeichen oder GS-Zeichen verwenden.“
Wer weitere Fragen zur Vermeidung von Bränden hat oder sich unsicher ist, kann jederzeit bei seiner Genossenschaft um Rat bitten.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.gelsenkirchen.de unter dem Suchwort „Feuerwehr“ „Vorbeugender Brand-und Gefahrenschutz“.

Mitgliederfahrt zum schönen Niederrhein

Schiff Kemnade gemag44 800Ihre Genossenschaften laden auch in diesem Jahr wieder zur beliebten mittlerweile sechsten Mitgliederfahrt ein, die zum vierten Mal von Dieter Hartmann, Vorstandsmitglied im Bauverein Gelsenkirchen, organisiert wird.

Nachdem wir uns in den Vorjahren für Kultur und Historie unserer näheren Heimat interessiert haben, wollen wir in diesem Jahr auf unserer Tour relaxen. An den schönen Niederrhein soll es am 30. August 2017 gehen. Treffpunkt ist wie schon in den Jahren vorher um 12.30 Uhr der Parkplatz hinter dem Musiktheater (Rolandstraße). Die Busse werden uns nach Rees bringen.

An einer der schönsten Rheinpromenaden endet die Fahrt. Von dort gehen wir an Bord des Schiffes „Stadt Rees“, mit dem wir eine ca. 90 minütige Schifffahrt auf dem Rhein machen. „Herrliche Blicke auf die Uferlandschaft des Niederrheins werden uns bei hoffentlich schönem Wetter verzücken. Nach unterhaltsamer Schifffahrt stärken wir uns bei Kaffee und Kuchen an der Rheinpromenade in Rees.

Anschließend bleibt noch Zeit für einen individuellen Bummel durch Rees oder entlang des Rheins, bevor wir um 17.30 Uhr die Rückfahrt antreten“, freut sich Dieter Hartmann.

Die Eigenbeteiligung pro Teilnehmerin oder Teilnehmer liegt auch in diesem Jahr bei 5 Euro. Die Karten für Busfahrt, Schifffahrt und Kaffeetrinken sind bis zum 21. Juli bei Ihrer Genossenschaft erhältlich, Adressen auf Seite 4.

Sollte die Nachfrage höher sein als Plätze vorhanden sind, wird jede Genossenschaft nach einem eigenen Verteilermodus die Karten ausgeben.